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Wildkatzen,
wilde Bengalkatzen und Hybriden |
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Wilde
Bengalkatzen wurden regelmäßig in den achtziger Jahren mit
Hauskatzen verpaart.
Diese Kreuzungen, auch Hybridzuchten genannt, erfolgten bereits
etwa 20 Jahre früher in biologischen und tierärztlichen
Labors aufgrund einer Vermutung, dass wilde
Bengalkatzen immun gegen das sonst ansteckende Feline Leukämievirus
(FeLV) sein sollten. Die erwähnte Vermutung hat sich später
zwar nicht bestätigt, brachte aber durch ihre berufliche
Tätigkeit
in einem solchen Labor die amerikanische Biologin Jean
Mill
auf den Gedanken eine planmäßige Zucht mit dem Ziel
einer Rassegründung
zu versuchen. Ihr insbesondere verdanken wir die heutigen Hauskatzen
mit der Rassebezeichnung "Bengal". Die faszinierende
Schönheit
der wilden, in Asien heimischen Bengalkatzen geht für
uns Katzenfans traurigerweise mit extrem scheuem Wesen einher.
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eine Wildbengalkatze
wissenschaftlich
Felis bengalensis
oder
Prionailurus bengalensis
klick aufs Bild |
Die
scheue Wesensart half und hilft der Bengalkatze im rauhen Dschungel
zum Überleben,
denn sie steht in Asien als zierliche Raubkatze noch bei weitem
nicht am Ende der Nahrungskette. Sie wird selbst häufig
als Beute verzehrt. Zu ihren natürlichen Feinden gehören
sämtliche asiatischen Gross- und sogar andere Kleinkatzen.
Wilde Leoparden und Panther, Nebelparder, Tiger sind kräftiger
und dank dieses Vorteils schneller. Bären, Wölfe
und Schakale ebenso. Grosse Raubvögel sind genauso Feinde,
für welche unsere Wildbengalkatze als Beute dient.
Die natürliche
Scheu der wilden Bengalkatze hat also ihr Überleben gesichert.
Für Katzenfans jedoch ist die Folge dieser Scheu, dass
eine Haltung von wilden Bengalkatzen als normale Hauskatze
durch die natürliche Selektion völlig unmöglich
geworden ist. Eine von Menschenhand aufgezogene Wildbengalkatze
erlangt zwar für die ersten paar Wochen oder auch Monate
ein Maß an Zahmheit, welches aus oben erwähnten
Gründen mit zunehmendem Alter in fast allen Fällen
wieder verloren gehen muss. Da die Hybriden wie auch Wild-
und Hauskatzen erst mit 3 Jahren voll ausgewachsen
sind, sind die letzten Wesensänderungen
erst
dann
in vollem
Umfang zu erwarten. Eine Wildkatze, die ausnahmsweise sich
nicht wie beschrieben entwickelt, kommt leider extrem selten
vor! Ausführlichere Informationen finden Sie auf unseren
Seiten über die Haltung
von Wildkatzen und Hybriden. |
Wer
seriöses Interesse an der Haltung von Wildkatzen hat,
ist nicht schlecht beraten sich die relativ preiswerten, echten
Wildbengalkatzen aus
legalem Handel, z.B. aus Nachzuchten zoologischer Gärten,
zuzulegen. Hybriden kosten oft mehr als reinrassige Felis
bengalensis.
Die ersten Hybridgenerationen müssen
aus gesetzlichen und tierschutzrechtlichen Gründen genau
gleich wie reine Wildkatzen gehalten werden. Meldepflichtig
bei den kontrollierenden Naturschutzbehörden sind sie
in Deutschland und EU-weit ebenso wie Wildkatzen. Zudem sind
die Hybriden, ausgewachsen und geschlechtsreif,
zwar ähnlich scheu
und ängstlich,
sehen hingegen nicht einmal attraktiver aus
als eine
echte Felis bengalensis.
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Leider
erstreckt sich die
grosse Scheu bei Kreuzungen und Hybriden aus wilden Bengalkatzen
und zahmen Hauskatzen ebenso auf die nächsten 2 bis 3 Generationen.
Daher gelten sachlich für Katzenkenner, aber auch aufgrund
der gesetzlichen Vorschriften (insbesondere Tierschutzgesetz,
Artenschutzrecht,
Export- und Importbestimmungen) bei der Haltung
der ersten
Hybridgenerationen die selben Grundsätze wie für
Wildkatzen. Alle wichtigen derzeitigen Bestimmungen zu diesem
Thema stehen
in unserem Kapitel Paragrafendschungel
für Wildkatzenhalter bereit. |
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